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Lebenswelt der Jugendlichen von 14-18 Jahren

Für die bessere Beschreibung dieser Altersgruppe ist es notwendig, sie noch einmal in zwei Alterskategorien zu unterteilen.

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So sieht die Lebenswelt aus

14 BIS 16-JÄHRIGE

Dieser Entwicklungszeitraum ist geprägt durch starke Veränderungen in der Lebenswelt der Jugendlichen. Neben Jugendweihe und Konfirmation mit 14 Jahren, schließen einige Jugendliche die Schule mit 16 Jahren ab. Daraus resultieren Unsicherheit, Stresssituationen und gegebenenfalls auch Wohnortwechsel, falls eine Ausbildung aufgenommen wird.

Durch diese prägenden Einschnitte in der Lebenswelt kommt es weiterhin zur Ablösung von den Eltern und dem Lernen, dass das eigene Handeln immer mehr Konsequenzen nach sich zieht. Hin- und hergerissen zwischen den jugendlichen Bemühungen um Unabhängigkeit und Selbstständigkeit inklusive dem trotzdem weiterbestehenden Wunsch nach Geborgenheit, benötigt diese Altersgruppe ein hohes Maß an Stabilität. Die Jugendfeuerwehr kann hierbei unterstützend zur Seite stehen. Gezieltes Arbeiten mit feuerwehrspezifischen Themen ist in dieser Phase ebenso wichtig wie das Fördern sozialer Kompetenzen.

Jugendliche dieser Altersgruppe bringen oft ein geringes Maß an Kritikfähigkeit mit, was die Arbeit in der Jugendfeuerwehr nicht immer einfach macht. Dennoch sollten sie stets die Möglichkeit erhalten, Verantwortung zu übernehmen und aktiv in die Dienstgestaltung miteinbezogen zu werden. Wir können sie dabei unterstützen, eigenverantwortliches Handeln zu erlernen – eine Eigenschaft, die auch beim zukünftigen Übertritt in die Einsatzabteilung hilfreich sein wird, indem sie selbst kurze Inhalte während der Jugendfeuerwehrausbildung übernehmen.

16 BIS 18-JÄHRIGE

Im Alter von 17 bis 18 Jahren haben wir meistens selbstständige, emotional unabhängige, junge Menschen vor uns, die ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Die Vorbereitung auf eine berufliche Karriere wird entweder fortgeführt oder beginnt auch hier nach dem Abschluss der Schule. Gerade in dieser Altersspanne streben Jugendliche in hohem Maß nach Selbstständigkeit und organisieren ihre täglichen Lebensabläufe in eigener Regie. Außerdem sind sie in großem Maß bereit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.

In der Praxis ist es allerdings nicht immer so einfach, die Jugendlichen zwischen 17 und 18 Jahren auch weiterhin in der Jugendfeuerwehr zu halten. Der Übertritt in die Einsatzabteilung wird immer aktueller. Im Rahmen ihres Entwicklungsprozesses ist dies auch vollkommen nachvollziehbar.

Dennoch gibt es hierbei Möglichkeiten, sie entwicklungsgerecht in die Arbeit der Jugendfeuerwehr zu integrieren und sie dennoch mit den Kameraden der Einsatzabteilungen zusammenzuführen. In einigen Städten/Orten dürfen die Jugendlichen bereits mit 16 Jahren an der Truppmannausbildung teilnehmen. Somit können sie ihr feuerwehrtechnisches Wissen erweitern und gleichzeitig „bei der Stange gehalten werden“. Parallel dürfen Jugendliche ab 16 Jahren ebenfalls an der Jugendleiterausbildung teilnehmen, um auch aktiver in den Ausbildungsdienst der Jugendfeuerwehr einzusteigen.  

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Wir können sie dabei unterstützen, eigenverantwortliches Handeln zu erlernen.

Anica Gollub-Tigges | Bildungsreferentin ThJF